Shifu – Papiergarn spinnen und weben

IMG_2777Selbsthergestelltes Papiergarn übt einen besonderen Reiz aus. Die Herstellung ist etwas knifflig. aber ich hatte die Vorstellung , dass es eine schöne Kombination zur Bourette-Kette auf dem Klik sein könnte.

So geht`s:

IMG_2750 Japanisches Shifu-Papier ( aus dem Kozo Strauch   oder auch Papiermaulbeer genannt)  wird so gefaltet, dass  er mittig einmal längs gefaltet und dann noch einmal so umgeschlagen wird, dass die beiden äußeren Ränder ca 1,5 cm über die Mittelfalz herausragen. Dann wird das Papier in ca 1cm breite Streifen geschnitten, aber immer nur bis kurz vor den äußeren Rand ( nicht durchschneiden). So kann später der Bogen aufgefaltet und in einen langen Endlosstreifen gerissen werden.IMG_2752IMG_2754 IMG_2756

Eigentlich wird dann das Papier angefeuchtet und etwas gerollt. Aber mein Kozopapier ist sehr dünn und hält dieser Behandlung kaum stand. Es ist sehr schwierig den richtigen Feuchtegrad herauszufinden. Daher lege ich den Papierstreifen locker in eine Plastiktüte, sprühe etwas Wasser drauf und lasse alles über Nacht ruhen.IMG_2759 IMG_2758 Versponnen oder vielmehr verdreht wird dann auf der Charkha. Hier ist kein Zug auf dem Faden und mit etwas Übung entsteht  ein Faden mit interessanter Struktur.IMG_2761 IMG_2760 IMG_2765

Ist er einmal verwebt ,ist er sogar recht widerstandsfähig und kann sogar gewaschen werden. In Japan wurden früher viele Bekleidungsstücke aus Papiergarn gefertigt ( z.T aus alten Kassenbüchern, wie man an der Tinte auf dem Garn sehen konnte) . Diese Kleidung hatte viele Vorteile , die wir von modernen Hightech – Klamotten kennen : Wasser und winddicht aber temperaturausgleichend und atmungsaktiv.IMG_2779 IMG_2771

Wer mehr darüber lesen möchte, oder vielleicht selbst mal Papiergarn herstellen will, dem sei das Buch „Papiertextilien“ von Christina Leitner sehr empfohlen.

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher!!!

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5 Gedanken zu „Shifu – Papiergarn spinnen und weben

  1. Ich hab selbst noch kein Papiergarn gesponnen, aber eine Bekannte von mir hat es in Haslach in einem Kurs gemacht – das hat auch sehr interessant ausgeschaut.

    Da hast du ja ganz schön viel gemacht und dein „Spinnrad“ ist Spitzenklasse!

    • Hallo Anwen, irgendwie ist mir deine Frage durch die Lappen gegangen, sorry. Nein es ist nicht selbstgebaut, sondern eine Charkha von Babes. hab ich mal bei ebay geschossen ;O). Die meisten Handspinnräder sind nicht so günstig, aber Selberbauen geht auch. Schau mal bei meinen links im Beitrag oder bei Google. Viel Erfolg!

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