Good news – WebKante jetzt mit Übersetzung

Jetzt läuft mein Blog schon seit zwei Jahren und freue mich sehr über Leser aus fernen Ländern. Daher wird aber jetzt mein Blog zweisprachig daherkommen. Mein Englisch reicht nicht wirklich aus, aber schließlich hat mein Sohn das letzte Schuljahr in den USA verbracht und spricht inzwischen fließend Englisch. Er hat sich bereit erklärt nach und nach meine Blogbeiträge  zu übersetzen. DANKE !! IMG_6206 WebKante  from now with english translation  for my readers from foreign countries. Translation made by my son who spent the last 10 months in Vermont USA.  THANK YOU !!

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Virktekniker – Häkeltechnik

Heute mal wieder ein kleiner Buchtipp.

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Beim Hemslöjdenverlag gibt es dieses schöne Häkelbuch.

Virktekniker, von Maria Gullberg

Ich hatte es online bestellt mit paypal gezahlt und in zwei Tagen war das Buch schon da!!

 

IMG_4710 Endlich mal interessante Häkelmuster. Zwar alles auf schwedisch, aber mit Häkelgrundkenntnissen, Google-Übersetzer und etwas Analysefähigkeit beim Betrachten der guten fotografischen Abbildungen im Buch kriegt man das Wesentliche schon raus.

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Der Trick besteht eigentlich im Rippenmuster, das die Grundlage für einige sehr effektvolle Muster ist , das entsteht wenn man die feste Masche nur in den hinteren Maschenbogen einsticht.

Außerdem gibts häufige Farbwechsel, so, dass man den Faden in der Kontrastfarbe unsichtbar mitnehmen , bzw. einhäkeln muss. So wie beim Mosaik- oder Intarsienhäkeln.

Alles eigentlich ganz einfach und logisch.

Macht viel Spass und sieht klasse aus!!

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Noch` n Nadelkissen

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Was schenkt man zum 75 Geburtstag der Schwiegermutter??

IMG_4285 IMG_4283 … ein kleines Nadelkissen.

Kann man doch immer brauchen, oder;O)

Ich hatte schon so lange überlegt , was man mit dem schönen Pebble Brettchen Weave  noch mal machen könnte. Erst auf den Jeansstoff appliziert und dann mit Schafwolle gestopft, sieht es richtig gut aus.

Mal sehen, ob sich die Jubilarin freut.

Abgeschnitten!

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Endlich konnte ich in der Webschule meine mittlerweile etwas ungeliebte Trellis Weberei abschneiden. Eigentlich sollte es ja nur zur Überbrückung sein, bis der Lamabauer aus Kärnten eeendlich die Lamawolle schickt , damit ich den Teppich auf meinem schönen Bauernwebstuhl endlich weitergeben kann.

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Es dauerte dann etwas länger , denn der Webstuhl war sperrig und sehr unhandlich und die einfädigen Leinenfäden ( nie wieder in der  Kette!!)  in der Mixkette auch. Naja  mit Schlichte häufigem Anknoten und mit ein paar Überstunden nach Semesterende ist es endlich geschafft und ich konnte abschneiden!! Juhu!

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Ganz allein habe ich dann, wie es in der Weberklasse Brauch ist, mein Webstück auf den langen Tisch gelegt und es im Ganzen in Augenschein genommen. Am Besten gefallen mir die Abschnitte mit den leichten Querstreifen und der roten Trellisborte.

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Aber jedes Tuch hat was und sieht von Vorn und Hinten gut aus!

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Dann wurden noch die passenden Aufhänger gewebt IMG_4092

und endlich  gewaschen,  und umgenäht.

IMG_4156Und damit kein Fitzelchen  Stoff ungenutzt bleibt habe ich mal versucht Knöpfe  mit den Resten zu beziehen. Das ging überraschend leicht! Ich hatte schon vor  längerer Zeit bei Nehelenia  von der französischen Firma Sajou Knopfrohlinge gekauft.

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Vielleicht lässt sich erkennen, dass der innere Knopfrand kleine Zähnchen hat. Da lässt sich einfach das Stückchen Stoff festklemmen (das hält sogar richtig gut) . Dann kommt das Knopfgegenstück drauf, wird mit der Zange festgedrückt . Und das war`s IMG_4113

 

So und jetzt sind die Trellis-Tücher endlich fertig und können verschenkt werden.

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Indigo-Studio- Knobelei- Färberei -Kurbelei- und Strickerei

….und was stricke ich jetzt…. ??

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nach vielem Hin und Her bin ich dann doch wieder bei einem Modell , dass ich schon ganz lange mal stricken wollte hängengeblieben.

„Studio“ von Hanne Falkenberg Studio02_gr

Ich mag die schlauen Strickideen von Hanne Falkenberg, aber ich mag nicht, dass man zur Anleitung immer die Falkenberg-Wolle dazu kaufen muss ( ich wäre für ein Falkenberg Buch sehr dankbar). Ganz ehrlich –  gefällt mir die Isager Wolle besser, und am liebsten möchte ich mit meiner eigenen Wolle was machen!

Aber knobeln macht ja auch Spass, und so versuche ich einfach mal das Modell nach zu rekonstruieren. Durch das Streifenmuster lassen sich ja Reihen abzählen und  so nach und nach komme ich schon dahinter. Den Grundriss habe ich schon :IMG_3928 Das Garn wird gerade produziert aus diversen Wollen die ich noch so im Vorrat habe. Für die Farbzusammenstellung Indigo/Haferflocke ( vorne ) und Grün/Haferflocke (hinten) kann ich endlich die Indigofärbungen vom vorletzten Jahr gebrauchen.IMG_1879 IMG_1881 IMG_1884 . Damals hatte ich auch Birkengelb mit Indigo überfärbt – daher die Grüntöne.

Mit meiner neuen Kardiermaschine Hero, die ich mir nach langem Überlegen nun doch zugelegt habe ( nachdem ich dank Claudias Hilfe  Wollkämme und Kardiermaschine erstmal testen durfte –  danke!!) , lassen sich die Wollen wieder schön spinnfertig aufarbeiten und auch das Mischen von Baumwolle mit Wolle (Farbe „Haferflocke“) gelingt eigentlich ganz schön.IMG_3930 IMG_3926 und schon beginnt wieder ein neues Projekt!! IMG_3923 Naja, dann stellt man sich natürlich die Frage , ob die blaue Wolle aus dem Vorjahr wohl reichen wird… Und das ist dann wieder ein guter Anlass für einen Färbetag: IMG_3938 Bei Ulrike Bodgan – Ignorant habe ich Indigo-kristalle bestellt.  Das Indigo Färben mit Ammoniak fand ich geruchsmäßig ziemlich unangenehm. Deshalb habe ich mein Ammoniak dem Chemie-LK – Lehrer  meines Sohnes übereignet. Mit den Kristallen klappt die Färberei prima ( es war auch eine tolle Anleitung dabei). Ich war mir nicht ganz sicher, wann die Küppe nicht mehr gut ist, aber sie war eigentlich ganz ergiebig und morgen gibt es die zweite Färberunde mit einer aufgefrischten KüppeIMG_3950 IMG_3961

 

Das Wetter lädt ja gerade zum Färben ein, wie  ein Blick rüber zu Claudia so zeigt ;O). Da müsste ich ja auch noch eine Reseda – Färbung machen. Denn die geschenkten Pflänzchen sind wirklich prächtig geworden.

Bild .. und der Sommer ist ja noch lang……….

 

Babe`s Charkha

Nachdem auf der Spinnwebe-Mailingliste so viele nach den Abmessungen der `Babe`s Charkha  gefragt haben, stelle ich hier mal ein paar Detailfotos ein – für alle die so etwas evtl. nachbauen wollen

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Wenn man auf die Bilder klickt ,kann man sie auch größer sehen.

Hier auch noch mal Links zu netten Videos zum Thema „Charkha -Spinnen und -Eigenbau“

Charkha Eigenbau

Charkha spinnen

Mit einem Speichenrad ;O)

Cigarbox Charkha Bauanleitung

Viel Spass an alle HeimwerklerInnen.

Winterwerke – Linenstitch

So zum Ende des Jahres werden schonmal Geschenke produziert.

Dabei bin ich auf eine interessantes Strickmuster gestoßen . Der „Linenstitch“ oder „Leinenstich“  findet sich unter der Kategorie Webstrickmuster. Gerade wohl in Dänemark scheinen diese Muster bekannter zu sein. Viele Modelle von Marianne Isager sind teilweise mit verschiedenen Webstrickmustern gearbeitet.

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Der Linenstitch oder auch Reiskornmuster genannt eignet sich sehr schön für Schals oder Tücher, weil er eine sehr attraktive Rückseite hat. Ich hatte bei „Madame Munch“

( http://bodilmunch.blogspot.de/2013/07/sommerbesg-og-lidt-vvestrik.html )

über VÆVESTRIK  ( Vävstrik) gelesen und  im Herbst ein Buch in Dänemark bei der Autorin  (mail@beritdavidsen.dk ) selbst bestellt .

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Es kam dann sogar auf Deutsch und macht viel Spass beim Ausprobieren.

Der Leinenstich ist ganz leicht, allerdings dauert das Stricken lange, weil jede Reihe 2x gestrickt wird. Das Gestrickte ist eher fest und unelastisch.

Hinreihe : 1 M re,  1 M abheben Faden vor der Masche, wdh.

Rückreihe: 1M abheben Faden hinter der Masche, 1 M li  , wdh.

IMG_2730 Meine Mutter hat sich sehr über den Schal gefreut. gestrickt mit Noro- Silk ergab es immer wieder neue Farbenspiele.

 

Linenstitch Webstich Front /Back

Linenstitch Webstich Front /Back

Eine weitere Variation mit hübschen Pünktchen ergibt sich mit zwei Farben, wobei die Farbfolge über drei Reihen geht. dabei empfiehlt es sich mit Rundstricknadeln zu arbeiten, damit man immer an dem Ende anfangen kann, das gerade dran ist  ( 1.Reihe Grau, 2. Reihe Grau, 3. Reihe Rot). Es erfordert ein bisschen Konzentration, wenn der Wechsel zwischen Hin- und Rückreihe nicht gegeben ist. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Made with wonderful soft Geilsk DK Cotton/Wool Mix
Dots – Three-row-pattern. Linenstitch ( right side: 1.Row: knit1, slip1,thread in front…. , Wrong side 2. Row slip 1 Thread behind ,knit1…..) worked with Double-pointed needles ( to start at the end you actually need.) 1.row grey , 2. row grey. 3. row red ….continue.

Wenn man einfach die Farben im reihenweise abwechselt ergeben sich auch schöne Kombinationen ( Zickzack : 2 R Rot, 2 R. Grau)

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Ich habe jetzt erstmal begonnen das Hitchhiker- Modell von Martina Behm zu adaptieren .

Inishmore ist auch beendet und wird schon getragen.IMG_2735 IMG_2722

Und jetzt ist wieder Zeit  zum Weben!

Leinengardinen und Leinenschlichte

Nachdem ich die schönen Gardinen auf „Spinnes“ Webstuhl

(http://spinnwebe.info/2013/10/11/der-vorhang-wachst/)

bewundert habe, dachte ich mir, ich zeig mal die Gardinen, die meine Mutter neulich fertig gewebt hatte. Auch aus Leinen. In der mittleren Bahn ist eine stilisierte Rose eingelegt. Weil das so umständlich war, entschied sie sich nur eine Rose zu arbeiten.

IMG_2465Aber so in der Mitte ist sie ein echter Blickfang.

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Die andere Gardine meiner Mutter  ist auch in der VHS-Webstube entstanden:

Mit unterschiedlichen Rietlücken . Auch ein schöner Effekt. !

Beim Thema Leinen kann ich von meinen Recherchen für Schlichte-Rezepte berichten.  In der VHS habe ich eine „Man nimmt was man hat“ Kette aufgezogen. Dieser Begriff, von Winnie Poulsen gefällt mir so gut und motiviert mich immer wieder neu Webideen mit meinem vorhandenen Garnfundus  umzusetzen.IMG_3440 IMG_2372 Bei dieser schönen Grün-Blauen Kette hat sich ein einfädiges blaues Leinengarn untergemogelt. Normalerweise ist das kein Problem. Aber in der VHS-Webwerkstatt  muss man mit dem arbeiten, was da ist. In meinem Fall hätte ich gerne ein 40er Blatt gehabt, fand aber nur ein 80er Blatt für den kleinen Webstuhl, an dem ich gerade webe ( immer noch zur Überbrückung, bis die Lamawolle aus der Herbstschur für den Teppich wieder da ist ).IMG_2468 IMG_2470

Beim ersten Anweben konnte ich schon merken, wie das Blatt den Leinenfaden durchscheuert.   Also brauche ich etwas, was den Faden schützt. Das nennt sich „Schlichte“. Ich hatte schon oft davon gelesen: meistens eine Pampe aus Leinsamen oder ähnlichem gekocht und dann eigentlich schon vor dem Bäumen auf die Kettfäden aufgetränkt.  Eine andere Möglichkeit wäre auch nach und nach  die Kettfäden am Webstuhl einzustreichen.  Bisher hatte ich mit Sprühstärke  schon mal labile Fädchen stabilisiert, was ganz gut ging.  Jetzt habe ich mal ein bisschen rumgefragt  und verschiedene Rezepte  gefunden.

Zb:

  • Maisstärke mit Spüli + Öl gekocht  ( der „andere Pudding“ ) oder
  • Tapetenkleister,
  • Haarspray
  • Bügelsprühstärke
  • oder dann eben wohl der Klassiker aus Leinsamen gekocht ( schön schleimig….) mit Essig und Shampoo . Ein Rezept aus dem Buch“ Reflexions from a Flaxen Past“ von Katie Meek.

Naja, in den Herbstferien ist die VHS erstmal geschlossen. Nach den Ferien werde ich alles ausprobieren, Damit ich endlich „Trellis“ anweben kann.IMG_2399

Bis dahin ziehe ich jetzt zu Hause auf dem Klik eine Kette aus Bourette-Seide für das SAORI – Restprojekt auf. Ich liebe Bourette.IMG_2545 IMG_2544

Sie hat einfach einen herrlichen Griff. Geplant ist endlich alle kleinen Spinnrestchen und selbstgesponnenes Shifugarn einzuarbeiten .IMG_1688 shifu Garn IMG_1694

Also dann den „man nimmt was man hat- Schuss“ ( statt „Man nimmt was man hat -Kette“;O) .

Zum Abschluss ein paar Bildimpressionen aus der VHS_Webwerkstatt in Dillenburg, von der ich nun schon oft berichtet habe.

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Gemixt: Doppelgewebe und Pickup- Einfachgewebe

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Doppelgewebe beschäftigt mich weiter.

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In dem  Buch von Ann Richards „Weaving textiles that shape themselves“

IMG_2058IMG_2060 fand ich ein Gewebe in der interessanten Kombination von Doppel- und Einfachgewebe.

Hier sogar noch umgesetzt mit  aktiven Garn im Schuss, so dass sie ein spannender Effekt aus dem Gegensatz von Falten und flachen Gewebe entstand.

Diese Idee hatte ich auch schon vor einiger Zeit , allerdings mit eingelegtem Faden , um denn Crepe-effekt zu unterbrechen.

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Aber diesmal interessierte mich mehr die Umsetzung von  der Kombi-idee ohne Crepe und mit einfachen Mitteln.

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Eigentlich habe ich 8 Schäfte und Tritte am Webstuhl. Wenn ich aber jede Möglichkeit probieren wollte, müsste ich mindestens 12 Schäfte haben. Hab ich nicht. Außerdem wollte ich gerne frei mustern. Was tun?

Ich entschied mich für den umständlichen aber einfachen Weg. Wie bei einem Musterwebstuhl wurden nur vier Schäfte im Direkttritt ohne Kontermarsch-mechanik angebunden. Jetzt konnte ich frei weben und treten. Mit vier Tritten und zwei Füßen geht das noch gerade so.

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Mit dem Ergebnis bin ich soweit ganz zufrieden.

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Freies Mustern wurde möglich mit dem Lesestab . Im ersten Tritt wurde das Muster ausgehoben.

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Dann kam der Grundschuss dazu.

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Und so sieht`s von Unten aus:

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Als Material habe ich die  Kinu- Bouretteseide von Ito gewählt. In Grau und Tomatenrot/Paprikarot.

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Damit die Kästchen bei jedem Einlesen auch gleich groß geraten, habe ich die Kettfäden mit Fäden ( weiß) gebündelt. Das hilft beim  Lesestab einlegen. Die Bündel wurden an den Kamm gebunden , und gingen so mit ihm  beim Anschlagen vor und zurück und waren so beim weben nicht im Weg.

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Wer mehr zum Thema Doppelweben lesen möchte, dem sei auch das “ Best of Weaver`s“ Buch “ The magic of Double weave sehr empfohlen“

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Hier werden die unterschiedlichsten Kombinatons möglichkeiten erklärt bis hin zum Deflected Doubleweave.

Zum Schluss noch ein Bild vom Entenrennen auf der Dill beim Kindertag.

Das war lustig:

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