Handtücher aus Leinenboucle – Linentowles

IMG_5736Kurz vor Ostern, zwischen zwei Arbeitsstellen und zwischen zwei Hausarbeiten, habe ich ein kleines bisschen Urlaub. Also Zeit endlich die Handtücher vom Klik fertig zu stellen.

Shortly before easter, between two working locations and housework, I have a little bit of vacation. Meaning time to finally finish my towels from my Louet loom called Klik.

Auf einer Kette aus Bourette Seide mit einem einfachen Rosengangeinzug ist jedes ein Unikat geworden. Es ist auch noch etwas Kette drauf, daher habe ich die ersten fünf Tücher abgeschnitten, um zu sehen wie sie nach dem Waschen rauskommen. Das Schussgarn bestand teilweise aus selbstgesponnen Leinenboucle.

 On a warp made of burette silk with a simple rose path draft every single one turned out unique. There’s even a little bit of warp left, so I cut out the first five towels to se how they turn out after washing. I used a  weft that was partially self spend linen blouce and a nice linen blouce from Lithuania, which I bought at Etsy and at WollenBerlin.

IMG_2912und dem schönen Leinenboucle aus Litauen, welches ich bei Etsy und bei WollenBerlin gekauft habe.

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Am Anfang hatte ich etwas im Saori-Style gewebt. Gefällt mir auch gut.

At first I had woven something in the Saori-style. I like it.

IMG_2782Ich habe Verschiedenes ausprobiert und war besonders an der Textur interessiert. I tried out a lot and I was interested in the texture especially.

IMG_5752_fotor Nach dem Waschen sind die Handtücher schön griffig,  fast schon weich und fließend geworden- bestimmt dank der Seidenkette. After washing them the towels have a nice grip, almost soft and fluent – probably thanks to the silk warp.

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Teilweise habe ich mit Lesestab und Extraschaft (für die Kästchen) gearbeitet. Das war eher zeitraubend. Zumal beim Klick ja alle Schäfte von Hand gehoben und gesenkt werden. Also eher ein Musterwebstuhl .Sometimes I used a pick-up stick and an additional shaft for the boxes. But that just taking more time. Especially because you have to manually lift all the shafts on a patternloom.

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Am Besten gefällt mir das mit den bunten Streifen.

I like the one with the colorful stripes best.IMG_5737

das wird jetzt allerdings erstmal verschenkt, aber davon werde ich noch vielleicht zwei weben können. But this is going to be a gift for now, but maybe I will weave another two of these.

Bei den Aufhängern habe ich verschiedene Varianten gewählt , von Brettchenbändern ,

I chose different variations of hangers, from tablet woven bands over sewed hangers made from leftovers that were woven as hem

IMG_5738 IMG_5739über genähte Hänger aus den Zwischenwebstückchen, die als Saumzugabe gewebt wurden

IMG_5751und zu guter letzt „Abfall“ waren

und einer Variation eines angenähten Hängers , den Winnie Poulsen im vorletzten Vävmagasinet gezeigt hatte.

And finally just „trash“
And a variation of a sewed hanger, that  Winnie Poulsen showed in the Vävmagasinet.
That took quite a lot of time, but it’s something else and not the standard.
You take the wrap threads over two or three fingers and then woven around with an 8 loop.
Done!

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Das war auch eher zeitintensiv, aber mal was anderes.

IMG_5723IMG_5722 IMG_5725  Über zwei oder drei Fingen, werden „Kettfäden “ angenäht und dann immer mit einer 8-er Schlinge umwoben.

IMG_5731 fertig!

In der VHS werden gerade auf der Restkette vom Llamateppich  Stufenmatten gewebt, denn ich muss ja mal endlich meine Vorräte wegarbeiten;O)

 At the weaving class there are step mats being woven on the leftover wrap of the Llama rug, because I have to use up my stocks eventually.

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Mal sehen, ich mach zwei Testmatten

Let’s see, I make two test mats
And if they turn out good, i’ll know a new wrap onto it.

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und wenn sie gut werden knote ich `ne neue Kette an…..

Einer geht noch … Oder ..ja, ja so blau, blau ….

IMG_4042Die zweite Indigo – Färbesession mit der Küppe von letzter Woche sollte nur noch die Farbe etwas verstärken. Aber jedesmal, wenn ich aufhören wollte und dachte : So, das ist jetzt der letzte Tauchgang….. blitzte es noch immer so schön Grün unter der Oberfläche, dass ich dachte ein Tauchgang geht noch! So bekamen die Stränge ca. 5 Tauchgänge. Das dunkle Blau ist eine echte Belohnung .IMG_4028 Das Schöne am Indigofärben ist , dass man das Färbegut nicht vorbeizen muss. Es muss nur schön in Wasser eingeweicht sein( so 20 Minuten). Das lässt Raum für spontane Einfälle ;O)

IMG_4034 Ein Blick in den Kleiderschrank förderte Shirts ( in Gelb, Hellgrün und Orange) und eine Hanfjacke ( vormals Cyclam – Rosa) zu Tage, die ich schon lange nicht mehr gerne trage, weil mir die Farbe nicht mehr gefällt.

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Interessanterweise ergibt die Indigofärbung  auf vorgefärbter Kleidung keinen Mischton. So hatte ich eigentlich erwartet, einen Lilaton bei der Jacke zu erzielen  und zwei grüne Shirts zu bekommen. Anders scheint es sich bei Naturfarben zu verhalten, denn hier lassen sich ja herrliche Grünmischungen mit gelber Verfärbung erreichen.

Dennoch finde ich die Färbeergebnisse interessant und erfreulich. Teilweise sind die Shirts etwas marmoriert, weil ich mich kaum getraut hatte umzurühren , um keinen Sauerstoff in die Küppe zu bringen.IMG_4039 IMG_4040 IMG_4038 An den Nähten kann man die Ursprungsfarben noch sehen.

Auch die Nesselfasen sind toll gewordenIMG_4025 IMG_4024 IMG_4041

Ich war mutig und habe zum Schluss alles in der Waschmaschine ( im Wäschenetz) im Wollwaschgang gewaschen und im Anschluss im Trockner( auch im Wollprogramm)  getrocknet.  Das Ergebnis war prima und ohne nennenswerten Filz.

Die Küppe war ziemlich ergiebig, aber jetzt habe ich sie entsorgt.

Und passend zum Indigothema hier noch das weekly round up:

Bei der Rekonstruktion von Falkenbergs Studio Pulli  hat sich schon der erste Fehler eingeschlichen und ich musste  alles wieder aufribbeln.

Beim 2. Anfangsteil habe ich eine Maschenzunahme vergessen ( im Bild grün notiertimage)IMG_4033

aber jetzt stimmt`s !

Auf dem KLIK wird weiter Leinen Bouclé verwebt  – auch selbstgesponnnen und natürlich Indigoblau gefärbt

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Und in der Webschule ist eigentlich das Semester schon beendet, aber ich gehe noch alleine jeden Dienstag , damit die 7 m kette mit den Trellis-Handtüchern endlich mal rückt.

Letzte Woche habe ich ein ganzes Handtuch geschafft ( 70 cm!)

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Jaja , wenn man niemanden zum schwätzen hat geht`s auch mal voran  . Und wenn das neue Semester losgeht kann ich endlich wieder meinen Lama Teppich weiterweben!!

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Slow Weavings

…auf den Webstühlen.

Viel Zeit zum Weben habe ich gerade nicht. Trotzdem sind auf meinen Webstühlen lauter Projekte die nur slow, ganz  langsam zu weben sind.

Aber grundsätzlich gefällt es mir an jedem Schuss herumzuknobeln, Fäden extra aufzulesen, 75 Brettchen  zu drehen  oder mit Hand oder Fuß Schäfte einzeln auszuheben. Daher habe ich auch keinen Schnellschuss und die Webstücke sind häufig so lange auf den Webstühlen, dass ich dabei immer wieder den Verwendungszweck variiere und neu überdenke.

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Viel Freude macht mir gerade das Pebble Weave Band auf dem Bandwebstuhl.

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75 Brettchen mit je vier Farben bestückt, lassen eine Fülle an Mustern zu. Das aktuelle Muster stammt aus dem Buch  „The unknown tablet weave“ von der Holländerin Marijke van Epen.

IMG_2931 IMG_2932Ich hatte vor einiger Zeit bereits dieses Band gewebtIMG_0562 IMG_0549 IMG_0104

War auch echt slow, aber ist sehr schön geworden. Die Muster aus Marijkes Buch sind eine echte Inspiration.

Auch als Stickmuster für mein Handycase

IMG_1010Die Webtechnik ist eigentlich ganz einfach, allerdings werden spezielle Brettchen gebraucht, bei denen die Löcher nicht wie üblicherweise in den Ecken sind, sondern in der Mitte jeder Seite.IMG_5048

Mit ganz dünnem Sperrholz (für den Modellbau) lassen sich aber ganz leicht die benötigten Brettchen günstig herstellen. Denn man braucht viele davon!IMG_3449IMG_5038

Wenn mal alles eingefädelt ist, läuft das Muster und wächst langsam aber stetig. An einem Abend schaffe ich manchmal 1cm . Das ist dann schon viel ;O)

Marijke hat noch mehr Brettchenmuster zusammengetragen. Die Werkschriften kann man auf ihrer Homepage bestellen. Da muss ich noch viel probieren.

IMG_2930In dem Zusammenhang kann ich natürlich auch noch die Bücher von Adele Cahlander und Maijorie Cason sehr empfehlen , genauso wie die etwas moderneren Veröffentlichungen von Laverne Waddington.

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Allerdings geht es hier um Backstrap weaving  , also Gurtweben mit selbstgeknüpften Litzen.

Lavernes erstes Ebook gibt es sogar auf Deutsch (Pebble Weave . Gewebte Bänder der Anden). Ich hatte damals die deutsche Übersetzung gemacht , bin aber für mich selbst lieber bei den Brettchen geblieben.

Die beiden anderen Slow Weavings sind noch immer die Doppelgewebe -Variationen mit Einzeltritten

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Und zwischendurch webe ich mit dem Leinenboucle auf dem Klik.

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Der blaue Faden ist ein weiterer Versuch selbst Leinenboucle herzustellen. Noch sehr verbesserungsfähig. Aber ich bleibe dran. In diesem  Zusammenhang finde ich das von mir schonmal erwähnte Spinnbuch “ Spinners book of yarn designs“ von Sarah Anderson wirklich hilfreich. Es beinhaltet sogar kleine Kärtchen, auf denen die

Spinntechniken überschaubar erläutert sind.

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Shifu und Saori müssen jetzt erstmal etwas warten.

Für das Shifugarn ist mir noch kein guter Verwendungszeck eingefallen,

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und Saori hatte ich schon auf de Bourette -Kette angefangen und wird nach dem Leinenboucle weitergewebt.

Aber das dauert noch……..

Boucle!!

Boucle – Experimente.

Selbstgesponnen ganz grob , als Zwirnversuch. Das war erst so gar nicht geplant, aber als Versuch etwas anderes mit der Spule zu machen. Die Spinnrichtungen stimmten nicht ( s und z) . Das Ergebnis ist schön elastisch mit viel Drall. Ich habe einen Loopschal daraus gestrickt.

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Dann schon etwas feiner mit Baumwoll-Bindefaden. Zweifach verzwirnt für bessere Fixierung der Boucles.  Mal sehen ob`s verstrickt oder verwebt wird. Scheint auch sehr „elastisch“ zu sein.

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Und dann gefunden bei Etsy : Leinenboucle  aus Litauen  ( das muss ich aber auch noch selbst versuchen!!).

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Wunderschön!!

Da möchte ich was weben. Vielleicht mal so schöne Waschhandschuhe , die ich mal bei „Handgewand“ gesehen hatte

Leinengardinen und Leinenschlichte

Nachdem ich die schönen Gardinen auf „Spinnes“ Webstuhl

(http://spinnwebe.info/2013/10/11/der-vorhang-wachst/)

bewundert habe, dachte ich mir, ich zeig mal die Gardinen, die meine Mutter neulich fertig gewebt hatte. Auch aus Leinen. In der mittleren Bahn ist eine stilisierte Rose eingelegt. Weil das so umständlich war, entschied sie sich nur eine Rose zu arbeiten.

IMG_2465Aber so in der Mitte ist sie ein echter Blickfang.

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Die andere Gardine meiner Mutter  ist auch in der VHS-Webstube entstanden:

Mit unterschiedlichen Rietlücken . Auch ein schöner Effekt. !

Beim Thema Leinen kann ich von meinen Recherchen für Schlichte-Rezepte berichten.  In der VHS habe ich eine „Man nimmt was man hat“ Kette aufgezogen. Dieser Begriff, von Winnie Poulsen gefällt mir so gut und motiviert mich immer wieder neu Webideen mit meinem vorhandenen Garnfundus  umzusetzen.IMG_3440 IMG_2372 Bei dieser schönen Grün-Blauen Kette hat sich ein einfädiges blaues Leinengarn untergemogelt. Normalerweise ist das kein Problem. Aber in der VHS-Webwerkstatt  muss man mit dem arbeiten, was da ist. In meinem Fall hätte ich gerne ein 40er Blatt gehabt, fand aber nur ein 80er Blatt für den kleinen Webstuhl, an dem ich gerade webe ( immer noch zur Überbrückung, bis die Lamawolle aus der Herbstschur für den Teppich wieder da ist ).IMG_2468 IMG_2470

Beim ersten Anweben konnte ich schon merken, wie das Blatt den Leinenfaden durchscheuert.   Also brauche ich etwas, was den Faden schützt. Das nennt sich „Schlichte“. Ich hatte schon oft davon gelesen: meistens eine Pampe aus Leinsamen oder ähnlichem gekocht und dann eigentlich schon vor dem Bäumen auf die Kettfäden aufgetränkt.  Eine andere Möglichkeit wäre auch nach und nach  die Kettfäden am Webstuhl einzustreichen.  Bisher hatte ich mit Sprühstärke  schon mal labile Fädchen stabilisiert, was ganz gut ging.  Jetzt habe ich mal ein bisschen rumgefragt  und verschiedene Rezepte  gefunden.

Zb:

  • Maisstärke mit Spüli + Öl gekocht  ( der „andere Pudding“ ) oder
  • Tapetenkleister,
  • Haarspray
  • Bügelsprühstärke
  • oder dann eben wohl der Klassiker aus Leinsamen gekocht ( schön schleimig….) mit Essig und Shampoo . Ein Rezept aus dem Buch“ Reflexions from a Flaxen Past“ von Katie Meek.

Naja, in den Herbstferien ist die VHS erstmal geschlossen. Nach den Ferien werde ich alles ausprobieren, Damit ich endlich „Trellis“ anweben kann.IMG_2399

Bis dahin ziehe ich jetzt zu Hause auf dem Klik eine Kette aus Bourette-Seide für das SAORI – Restprojekt auf. Ich liebe Bourette.IMG_2545 IMG_2544

Sie hat einfach einen herrlichen Griff. Geplant ist endlich alle kleinen Spinnrestchen und selbstgesponnenes Shifugarn einzuarbeiten .IMG_1688 shifu Garn IMG_1694

Also dann den „man nimmt was man hat- Schuss“ ( statt „Man nimmt was man hat -Kette“;O) .

Zum Abschluss ein paar Bildimpressionen aus der VHS_Webwerkstatt in Dillenburg, von der ich nun schon oft berichtet habe.

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Pröbchen – Samples

Viele Projekte beginnen oder enden vielleicht schon mit einer Webprobe.

So wie hier die Bindung Halvkrabba mit selbstgesponnenen Leinenboucle.

Ich war auf der Suche nach einer Bindung, die die besondere Struktur des Leinenboucles zur Geltung bringt.

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Bei anderen Webproben möchte ich einfach ohne großen Aufwand erste Erfahrungen mit der Bindung, dem Material und Farben machen , um ein Projekt besser planen zu können. Manche Idee landet nach der ersten Probe erstmal in der Warteschleife . Das heißt in meinem schicken Probendisplay ( eigentlich ein Duschvorhang aus Plastik mit Fächern für Postkarten).

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Archiviert werden alte Webproben mit Beschreibung in diesem schönen Kasten

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Rückschau – Rosengang

Mit einem Webkurs an der örtlichen VHS ging es los.

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Mein erstes Webstück entstand  mit selbstgesponnener Baumwolle auf einer groben Leinwandkette und waren die ersten Erfahrungen mit dem „Rosengang“ 

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Es folgten meine ersten Handtücher aus Cottolin

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und ein Poncho aus selbstgesponnener und kettgefärbter Stansborough Grey

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und ein weiterer Poncho aus selbstgesponnener krappgefärbter Wolle.

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