Schal in Scheindoppelgewebe

Im September hatte ich mit diesem Schal begonnen.
Jetzt ist er Fertig !! Und passend zum Wetter schön warm und Kuschlig.
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Über Technik und Schwierigkeiten und Lösungen habe ich ja bereits ausführlich berichtet. Bleibt nur noch was zur Wolle zu sagen. Die Merinowolle von  Venne Colcoton filzte prima. Nicht ganz so gut verhielt sich die Wolle von ITO. Daher habe ich den Filzprozess  (immer 15 Min um Trockner  und gut drauf achten, dass die Gewebelagen sich nicht miteinander verfilzen) ziemlich bald beendet, damit die beige Seite nicht so schlabberig  auffällt.

IMG_5339 IMG_5353 Hier sieht man ganz gut den Vergleich zwischen frisch vom Webstuhl und dem Felted finish.

Mal sehen eventuell helfe ich mit Turbofilzer noch ein bisschen nach. Aber eigentlich stört es kaum, dass die beige Seite etwas lockerer ist.

Nach dem  ersten Schal mit dieser Kuvikas Anbindung, wollte ich den Rest mit einem „schönen Fach“ abweben – also ein Fach, dass sich gut öffnet, damit das Weben etwas flotter geht. Daher habe ich einfach eine Doppelbindung angeknotet und habe statt mit Muster etwas mit Farben gespielt.

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Der Schal ist ein bisschen kürzer geworden, aber ich habe ganz gerne kurze Schals , die man mehr für dekorative Zwecke trägt. Die sind einem nicht im Wege.

IMG_5340 IMG_5352 Auch hier vor und nach dem Waschen.

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Webstuhl einrichten – mal etwas anders

Heute wird`s technisch.

Ich hab mir bei Marian Stubenitzki / Weefschool de Hoeve ein tolles Webkit für einen Schal in Deflected Doubleweave – gefilzt gekauft.

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So soll er mal aussehen!! Eine Farbe  gefiel mir nicht so gut und ich habe sie mit feinem ITO-Wollgarn ersetzt (ein schönes lebhaftes Braun). Das schwarze Garn ist feines Wollgarn von Venne.

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Schon beim Schären zeigte sich, dass das Venne Garn deutlich elastischer ist. Mal sehen, wie es sich später beim Filzen verhält.

Bei dem Schal gibt es drei Variationen für den Einzug. Entweder 4 Schäfte und 6 Tritte mit Pick-up-Stab, oder 8 Schäfte oder 8 Schäfte Kontermarsch mit 12 Tritten.

IMG_4373 Schären ging gut und das Aufbäumen ebenfalls (mittlerweile kann ich das sogar allein).

Da ich meinen Webstuhl für das letzte Projekt nur mit Einzeltritten und 4 Schäften bedient hatte, war es eine gute Gelegenheit endlich mal die komplette Verschnürung zu überarbeiten. So entschied ich mich auch gegen das Pick-up und für die 8-schäftige Verschnürung.

Dieser Webstuhl (Glimakra Aktiv) hat einen entscheidenden Nachteil, denn die Querschemel liegen alle auf einer Ebene. Das macht das Verschnüren sehr unübersichtlich. Da man kaum unterscheiden kann welcher Schemel zu welchen Schaft gehört, welcher hoch und welcher runter geht (beim Kontermarsch….). Außerdem ist es sehr eng und unbequem unten Webstuhl – nix für`s Alter später mal..;O)

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Also hatte ich mich entschieden zur besseren Übersicht mit schwarzen und weißen Perlen die Trittanbindungen an den Querschemeln zu machen. Ich hab lange nach passenden Perlen gesucht, die ein ausreichend großes Loch für die Texolv Schnur haben. Bei den Jumbo- Bügelperlen wurde ich endlich fündig!

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Ich war sehr stolz als die 8 Tritte endlich angebunden waren !!

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Für das Einziehen ins Blatt bin ich auch inzwischen dazu übergegangen das Blatt in den Webstuhl zu hängen. Es liegt dann waagerecht vor einem und man hat gute Übersicht. Anders, als wenn man das Blatt in der Hängelade lässt und es senkrecht steht.

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Später kann man es dann einfach in die Lade einsetzten. danach , wenn alles fertig ist baue ich erst  den Kniebaum (den ich zur besseren Erreichbarkeit der Schäfte beim Einzug raus gebaut hatte) wieder ein.

Dann noch anbinden. Auch hier mache ich das inzwischen mit einer Schnur, die durch die Fadenbündel zu ziehen ist und die dann um den Anbindestab  geht. Dadurch reguliert sich problemlos eine gleichmäßige Spannung der Kettfäden und auch Reparaturen (z.b falsch eingezogene Fäden ) lassen sich schnell  machen. Außerdem hat man wenig Trumm – also Abfall oder Materialverlust durch das Anknoten.

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und jetzt könnte es doch losgehen………..

Ich hatte mich schon die ganze Zeit gewundert, dass bei der Webpatrone  für 8-Schäfte immer zwei Tritte gleichzeitig zu bedienen waren. Nach Kontermarsch- Logik ist das eigentlich unmöglich. Denn ein Tritt senkt die angebundenen Schäfte und alle anderen Tritte und Schäfte heben sich – so ist das Prinzip, das ein schönes Fach entstehen lässt. Aber zwei Tritte gleichzeitig geht nicht!

Aber da ich bei neuen Webanleitungen, wie bei Kochrezepten vorgehe und mich erstmal an die Beschreibung halte. Hatte ich erstmal alles gemacht wie beschrieben …. und es ging natürlich… Nix!

Ich dachte mir schon, dass es nur um die zu hebenden Schäfte gehen muss – also ein Hochfach. Aber was tun, um ohne Pickup Technik trotzdem mit dem bestehenden Einzug weben zu können?? Wie bleiben die anderen Schäfte trotzdem unten, so wie man`s braucht??

Marian gab mir dann endlich den entscheidenden Tipp. Es werden nur die  zu hebenden Schäfte angebunden – also alle anderen Schnüre wieder raus!

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und danach werden die Querschemel, die dafür zuständig sind die anderen Schäfte  unten zu halten an einem  Besenstiel oder stabilen Stab mit einem Gummiband angebunden.

Ich war mir nicht ganz sicher , ob ich das jetzt so richtig gemacht hatte?

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Aber…… es geht- juhuu  !!

und so sieht der Anfang schonmal aus IMG_4461

Die Struktur des Schals ist sehr herausfordernd, wie diese schematische Abbildung zeigt    IMG_4454  .

Beim Weben muss sehr locker angeschlagen werden und später beim Filzen sollte eine Folie zwischen die Lagen des Doppelgewebes gelegt werden… also weiterhin sehr spannend.

Ich werde berichten….

Und sonst…

hat die Webschule wieder angefangen und kann nun endlich meinen Lama-Teppich weiter weben. Die Wolle aus 2013 ist in den Farben ganz anders als die Schur von 2011 – aber das macht gar nichts.

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